Gustav Bickel erhält die Sportverdienstmedaille der Stadt Freiburg

Der Turnsport in Opfingen ist untrennbar mit dem Namen Gustav Bickel verbunden. Nun wird der rüstige Rentner geehrt. Am Donnerstag, 12. Mai, um 18 Uhr wird Erster Bürgermeister Otto Neideck im Unteren Saal der Gerichtslaube Bickel die Sportverdienstmedaille der Stadt Freiburg überreichen.

Gustav Bickel, geboren 1951 in Freiburg und wohnhaft in Opfingen, ist zweifacher Vater und vierfacher Großvater. Mit 15 Jahren trat er der frisch gegründeten Turnabteilung im Sportverein Opfingen bei. Damit feiert – nebenbei bemerkt – das „organisierte Turnen“ in der Tuniberggemeinde dieser Tage sein 50-jähriges Bestehen.

1994 machte sich die Turnabteilung des SVO als Turnverein (TV) Opfingen selbstständig. Gustav Bickel, der bereits diverse Funktionen im SVO inne gehabt hatte, setzte nun sein Engagement im TV Opfingen fort. Im Januar 1996 wurde er dessen Zweiter Vorsitzender, und seit April 2002 ist er der Erste Vorsitzende.

Heute hat der Verein 657 Mitglieder, darunter 24 Jugendliche und 226 Kinder. Dabei überwiegt das weibliche Element: Den 277 Sportlern im TV stehen 380 Sportlerinnen gegenüber. Von den Mitgliedern sind 646 aktiv und 11 als passiv registriert.

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Natürlich ist die Turnabteilung die Hauptsäule des TVO. Hier gibt es neben dem Leistungsturnen Mädchen und dem Gerätturnen Jungen auch viel Breitensport: Eltern-Kind-Turnen, Turnen für Senioren, Gymnastik, Rückenschule, Yoga, Pilates, Zumba, Walking, Jogging. Im Ligenbetrieb vertreten ist der TVO im Volleyball (Damen: Bezirksklasse, Herren: Bezirksliga) und im Basketball (Herren: Landesliga). Dazu gibt es eine Hobbygruppe im Badminton. Alle Vereinsangebote finden in den beiden Sporthallen in Opfingen statt. Die große Dreifachhalle steht seit 2006 zur Verfügung und ist ideal für Sportaktivitäten aller Art. In der alten Turnhalle sind momentan Flüchtlinge untergebracht.

Unter der Führung von Gustav Bickel engagierte sich der TV Opfingen als Betreuungsverein beim Landesturnfest 2014 in Freiburg. Dort sorgte er in der Anne-Frank-Schule für das Wohlergehen von 225 übernachtenden Sportlerinnen und Sportlern aus den Turngauen Hohenzollern, Schwaben und Pfalz. Mit einigen Gastvereinen entstand dabei eine Freundschaft, die inzwischen zu gegenseitigen Einladungen geführt hat.

Für Gustav Bickel ist die Sportverdienstmedaille beileibe nicht die erste Ehrung. Unter anderem hat ihn die Stadt Freiburg im Dezember 2015 für sein ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe geehrt. Mit Bickel als Initiator bot der TV Opfingen als einer der ersten Sportvereine in Freiburg bereits im Oktober 2015 Sportangebote für Flüchtlinge an, obwohl „sein“ Verein die alte Turnhalle für die Unterbringung der Flüchtlinge räumen musste. Bickel hat früh erkannt, dass die Neuankömmlinge in Sport und Sprache unterstützt werden müssen.

Nach vielen Dienstjahren als Gemeindearbeiter der Ortsverwaltung Opfingen ging Gustav Bickel 2011 in den Ruhestand. Zuvor war er von 2004 bis 2009 im Ortschaftsrat in Opfingen vertreten.

Zudem ist Gustav Bickel als „Storchenvater“ von Opfingen bekannt. Seit vielen Jahren kümmert er sich um die Storchenfamilie und ihr Nest auf der Kirchturmspitze der evangelischen Bergkirche. Zur Zeit ist er Vorsitzender des Vereins Weißstorch Breisgau (Näheres auf www.weissstorch-breisgau.de).

Bisher hat die Stadt Freiburg die Sportverdienstmedaille 54 Mal vergeben. Vor Gustav Bickel wurden 45 Männer und neun Frauen ausgezeichnet.

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Quelle Text: Presse- und Öffentlichkeitsreferat der Stadt Freiburg Toni Klein, Telefon: 0761/201-1330 (http://www.freiburg.de/pb/,Lde/953672.html)
Quelle Biler: Lara Walter

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